Vom Ei zum Huhn - oder die Geschichte der Bänggner Sumpfhüener

 

In den 80er- und frühen 90er-Jahren, als Benken noch keine eigene Guggenmusik hatte, war jeweils eine Ad-hoc-Formation der Bürgermusik Benken am heimischen Fasnachtsumzug mit dabei, welche Klänge im Stile deutscher Karnevals-Kapellen zum Besten gab. Dies waren zwar keine kakophonischen Klänge wie man sie von einer eigentlichen Guggenmusik erwartete, aber durchaus speziell und eigentlich auch ganz schön.

Die Idee einer eigenen Benkner Guggenmusik entstand nach der Fasnacht 1995. Susanne und Alfred Antonietti gaben den Anstoss zur Gründung. Sie diskutierten ihre Idee mit der Vereinsspitze der Bürgermusik, da man keinesfalls Konkurrenz zur bmb sondern vielmehr eine Art Untergruppe dazu sein wollte, welche ganz einfach den musikalischen Fasnachtspart übernehmen würde... Die bmb-Verantwortlichen, selbst stark mit der Fasnacht verbandelt, hatten natürlich nichts dagegen und so konnte man mit der Planung und Organisation loslegen.

Als erster Guggermayor stellte sich Marcel Kraaz, Trompeter in der bmb, zur Verfügung. Fast alle Gugger der ersten Stunde stammten aus der Bürgermusik, weshalb auch seit jeher nach Noten geübt wurde. Gespielt wurden damals übrigens Lieder wie „Quando, Quando“, „Blüemlisalp“ oder „10 kleine Negerlein“.

Ach ja, der Name übrigens entstand nicht etwa in einer schlimm versumpften Nacht, sondern war von Antoniettis wohl durchdacht. Es sollte einfach irgendwas mit dem Bänggner Riet - anno domini sicherlich sehr, sehr sumpfig - zu tun haben...  Und mit etwas Fantasie waren sie dann geboren, die  Bänggner Sumpfhüener ... Schön - nicht?!!

Ihre Feuertaufe bestand dann die frisch ins Leben gerufene Gugge anlässlich des SchmuDo-Kostümballs 1996 auf der Rösslibühne. Besser als das damalige Bänggner Fasnachtsmotto "s'chribälät" hätte man den Zustand der rund 30 topmotivierten Gugger wohl kaum beschreiben können. In den kunterbunten (und in den 80-ern sicherlich topmodernen...?!) von Leuchtfarben geprägten Tüll-Gwändli setzte man dann zwei Tage später auch gleich noch den ersten Outdoor-Akzent - am Bänggner Fasnachtsumzug.

Von da an gehörte die neue Fasnachts-Clique also fix zur Bänggner Fasnacht. Zwar brauchte es in der Anfangszeit schon noch einiges an Gegacker und Herum-Gepicke, um sich in der traditionellen Dorffasnacht zu etablieren, aber wir waren von Anfang an guten Mutes... Nach verschiedenen Startschwierigkeiten, einer längeren Anlauf- und Behauptungsphase und ein echt cyberspaceiges Gwändli später gings dann schliesslich im neuen Jahrtausend definitiv etwas stetiger bergaufwärts.

Als der wohl wichtigste Tag geht jedoch der 19. Juni 2004 in die Annalen der Bänggner Sumpfhüener ein. An diesem grossen Tag gründeten wir einen offiziellen Verein mit richtigen Strukturen und Regeln. Und unser bisheriges Admi-Huen durfte nach der Gründungsversammlung in Fidel Fischbacher's Stall endlich kürzer treten und die Verantwortung mit bestem Wissen und Gewissen in die Hände des neuen ersten Vorstandes legen.

Mit neuen Ideen, grossem Elan und vielen neuen Mitgliedern stürzen wir uns nun in die Hüener-Zukunft und freuen uns auf neue grosse Taten...